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18.09.2020 | Schultze & Braun | Mitteilung der Pressestelle
Pressmetall - Lösung für Standort Hoym gefunden

- LMG Manufacturing GmbH führt Geschäftsbetrieb vollständig fort
- Übernahme steht noch unter Bedingungen, die derzeit abgearbeitet werden

Hoym. Für das Pressmetallwerk in Hoym gibt es eine Lösung. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2020 übernimmt die LMG Manufacturing GmbH den gesamten Geschäftsbetrieb und führt ihn uneingeschränkt fort. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten Pressmetall und LMG.

„Heute ist ein guter Tag für Pressmetall und die Region Hoym. Mit der Übergabe des Standortes an die LMG sichern wir über 170 Arbeitsplätze und stellen den Standort auf eine stabile Grundlage für eine gute wirtschaftliche Entwicklung“, sagt Pressmetall-Geschäftsführer Lars Szymanski. Er dankt ausdrücklich den Mitarbeitern vor Ort für ihren Einsatz und ihre Motivation in den vergangenen Wochen und Monaten. „Es waren und sind herausfordernde Zeiten und daher freut es mich ganz besonders, dass wir diese gute Lösung erreicht haben.“

Die Pressmetall-Gruppe mit den beiden Werken in Gunzenhausen (Bayern) und Hoym (Sachsen-Anhalt) ging im Dezember 2019 selbstbestimmt in ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung, um die Unternehmensgruppe neu aufzustellen. Die Eigenverwaltung erlaubt es der Geschäftsleitung, die Sanierung eigenständig und mit Unterstützung von externen Beratern voranzutreiben und umzusetzen. Geschäftsführer Szymanski, Sanierungsberater Detlef Specovius von Schultze & Braun sowie der vom Amtsgericht Ansbach bestellte Sachwalter Dr. Stefan Debus von Müller-Heydenreich Bierbach und Kollegen starteten umgehend eine weltweite Suche nach passenden Investoren, die bereit und in der Lage sind, Pressmetall zu übernehmen. Unterstützt wurden sie dabei von M&A-Berater Fabian Hammer von dem auf derartige Investorensuchen spezialisierten Beratungsunternehmen enomyc.

Am Ende setzte sich LMG in dem Bieterprozess durch und erhielt den Zuschlag.

LMG ist spezialisiert in einem schwierigen Umfeld in die Krise geratene Unternehmen zu übernehmen, wettbewerbsfähig aufzustellen und langfristig zu betreiben. Zusammen mit Kunden, Mitarbeitern, IG Metall, der Agentur für Arbeit, dem Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Seeland war LMG in der Lage, die Arbeitsplätze zu sichern.

Der Standort Hoym wird zu einem eigenständigen und unabhängigen Alu-Druckguss-Zulieferer mit Investitionen in Digitalisierung, Maschinen, Anlagen und Nachhaltigkeit entwickelt. Der Standort Hoym bietet interessante Erweiterungsmöglichkeiten. LMG sieht Potentiale, weitere Arbeitsplätze zu schaffen und auch neue Kunden von dem Standortvorteil Hoym zu begeistern.

Für das Pressmetallwerk im fränkischen Gunzenhausen dauert die Investorensuche unterdessen an und ist sehr weit fortgeschritten. Aktuell wird noch mit mehreren ernsthaften Interessenten verhandelt. Szymanski: „Auch für Gunzenhausen sind wir sehr zuversichtlich, dass wir in naher Zukunft eine gute Lösung hinbekommen werden.“

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