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Pressemitteilungen

18.05.2020 | | Mitteilung der Pressestelle
Kreplin & Partner: PROMOD Deutschland - Verkauf geht weiter

Kunden können sich weiterhin auf reibungslosen Betrieb und volles Sortiment verlassen.

• Alle Ladengeschäfte haben weiterhin geöffnet.

• Sanierungsprozess hat begonnen.

Köln, 15. Mai 2020 - Am 06.05.2020 wurde durch das Unternehmen PROMOD Deutschland GmbH beim Amtsgericht Köln ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Amtsgericht Köln hat daraufhin den Sanierungsexperten Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht Marco Kuhlmann von der Kanzlei Kreplin & Partner zum vorläufigen Sachwalter ernannt. Die PROMOD Deutschland GmbH unterhält bundesweit aktuell 32 Filialen in vielen deutschen Großstädten, in welchen französische Damenmode des eigenen Labels mit dazu passendem Accessoire verkauft wird. Der Geschäftsbetrieb läuft unter Beachtung der Corona-Bedingungen uneingeschränkt weiter. Alle Filialen im Bundesgebiet sowie der Online-Shop sind weiterhin geöffnet. Die Abläufe für die Kunden rund um die Einkäufe und Bestellungen - inklusive der Serviceleistungen - erfolgen ebenfalls wie gewohnt.

Allen betroffenen Arbeitnehmer/innen wurden umgehend über das Verfahren informiert. Die Löhne und Gehälter der beschäftigten 222 Mitarbeiter sind über die Bundesagentur für Arbeit bis mindestens Juli/August 2020 gesichert.

Der Gesellschaft steht beratend die bundesweit und international anerkannte wirtschaftsrechtliche, insbesondere insolvenz- und sanierungsrechtliche Expertise der internationalen Kanzlei CMS Hasche Sigle zur Verfügung. Die Rechtsanwälte Dr. Henrik Schindler und Dr. Christoph Poertzgen aus dem Kölner CMS-Büro begleiten den beabsichtigten Sanierungsprozess und unterstützen die Geschäftsführung der PROMOD Deutschland GmbH weitere, dringend erforderliche Restrukturierungsmaßnahmen bestmöglich umzusetzen.

Den Ausführungen Herrn Rechtsanwalt Kuhlmanns zufolge, ist es aktuell besonders wichtig, den durch die Covid-19 Pandemie geschwächten, operativen Bereich zu stabilisieren. Dabei steht natürlich im Vordergrund, das allen Kunden im gesamten Bundesgebiet das Sortiment der Marke PROMOD zur Verfügung steht. Damit dies in dem gewohnten Umfang und Qualität sichergestellt ist, hatte der Mutterkonzern in Frankreich bereits seine Unterstützung signalisiert. Sämtliche Kunden können sich laut Kuhlmann auf die aktuelle Sommerkollektion freuen.

Ursache für die Insolvenzantragstellung war dabei eine notwendige Restrukturierung, welche infolge veränderten Konsumverhaltens der relevanten Käuferschichten erforderlich geworden war. Der vollständige Lockdown infolge der Corona-Pandemie verschärfte die Notwendigkeit der bereits eingeleiteten Schritte und erzwang nunmehr eine Einleitung des Eigenverwaltungsverfahrens.

„Unser Ziel bleibt weiterhin, den Geschäftsbetrieb auch in dieser schwierigen und außergewöhnlichen Zeit mit geeigneten Maßnahmen zu sanieren“, erklärte der Geschäftsführer Andreas Lobmeyr.

Der vorläufige Sachwalter sieht hierzu betriebsinternes Potential. Am Ende wird jedoch der weitere Verlauf der Pandemie mit seinen wirtschaftlichen Auswirkungen - insbesondere im gesamten Textil- und Modeeinzelhandel - auch den Verlauf einer Restrukturierung beeinflussen. Dies ist leider in heutigen Zeiten nicht mehr zu trennen, so Kuhlmann.

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