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06.02.2020 | Schultze & Braun | Mitteilung der Pressestelle
Kleinhans GmbH findet Käufer für Küchenstudio und Möbel-und Innenausbau

Küchenstudio wird künftig unter dem Namen Küchen Atelier Kehl weiterbetrieben

Neu gegründete Schreinerei Kleinhans GmbH übernimmt Möbel-und Innenausbau

Fensterbau hat mit Ausproduktion begonnen

Kehl. Dem Insolvenzverwalter des Kehler Fenster- und Innenausbauers Kleinhans GmbH, Rechtsanwalt Stefano Buck von Schultze & Braun, ist es gelungen, für zwei der drei bisherigen Geschäftsbereiche Übernehmer zu finden und deren Geschäftsbetrieb zu sichern.

Das Küchenstudio mit Sitz in der Straße Am Läger 4 in Kehl übernahm mit Wirkung zum 1. Februar eine Tochtergesellschaft des Küchen Atelier Eschbach & Edmonds aus Lahr. Das Studio soll künftig unter dem Namen Küchen Atelier Kehl betrieben werden. Ebenfalls eine gute Lösung konnte Insolvenzverwalter Buck für den Geschäftsbereich Möbel- und Innenausbau finden. Hier übernahm mit Wirkung zum 1. Februar die neu gegründete Schreinerei Kleinhans GmbH mit den Eheleuten Kleinhans sowie dem bisherigen Prokuristen Dirk Parthon in der Geschäftsführung den Geschäftsbetrieb des Spezialisten für Innenausbau und Möbel. Keine Zukunft kann es hingegen für den Geschäftsbereich Fensterbau geben. Hier hat zum 1. Februar die Ausproduktion der vorhandenen Aufträge begonnen.

„Trotz intensiver Bemühungen haben sich die vorhandenen Interessenten gegen eine Übernahme entschieden, weil sie die wirtschaftlichen Perspektiven dieses Teilbereichs als zu risikobehaftet angesehen haben“, berichtet Buck. Dieser Geschäftsbereich hatte unter den Folgen des Großbrandes im Juli 2015 besonders gelitten. Nachdem der Brand 90 Prozent aller Maschinen bei Kleinhans vernichtet hatte, konnten die Kunden mangels Produktionsmöglichkeiten nicht mehr direkt beliefert werden. Trotz aller Anstrengungen konnten davon nicht alle wieder für Kleinhans zurückgewonnen werden. Dies hatte zu einem deutlichen Umsatzeinbruch geführt, den die Gesellschaft nicht auffangen konnte.

„Ich bedaure sehr, dass wir die Produktion der Fenster nun einstellen müssen. Gleichzeitig freut es mich umso mehr, dass wir den beiden anderen Geschäftsbereichen eine Perspektive bieten konnten“, sagt Buck. Von den zuletzt 59 Arbeitsplätzen bei der Kleinhans GmbH bleiben im Küchenstudio 5 und im Möbelbau 11 erhalten.

Die Kleinhans GmbH hatte Ende November 2019 Insolvenzantrag gestellt. Der zunächst zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Stefano Buck führte den Geschäftsbetrieb seitdem in allen drei Geschäftsbereichen uneingeschränkt fort. Gleichzeitig machte er sich auf die Suche nach möglichen Investoren und trieb entsprechende Verhandlungen voran. Zum 1. Februar 2020 eröffnete das Amtsgericht Offenburg das Insolvenzverfahren.

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